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Ich bin immer wieder von Freunden und Patienten gefragt worden, ob ich nicht ein paar mehr Bilder zu meiner Zeit in Tanzania zeigen könnte. Dies tue ich mit Freuden und kann nur sagen, ich hatte sehr viel Spaß, die Bilder und Texte für Sie/Euch zusammenzustellen:):)

Tansania liegt an indischen Ozean, links aussen auf dem afrikanischen Kontinent, unterhalb von Kenya und oberhalb von Mozambique. Tansania ist ein künstlicher Name. Ein Zusammenschluss aus dem alten Tanganika und dem vormals unabhängigem Zanzibar = Tan San ia

 

 

Die Stadt Karatu mit ca. 22.000 Einwohnern, liegt im Norden von Tanzania, 14 km vom Ngorongoro Crater entfernt, zwischen Arusha und dem Krater mitten im grünen Hochland, wo viel Kaffe angebaut wird und der Boden sehr fruchtbar ist. Die vorherrschenden Farben sind das satte Grün des Hochlandes und der Kaffeeplantagen sowie der typisch rote Boden.

Die FAME Clinic liegt direkt am Rand des Ngorongoro Kraters. Oben ein Luftbild des Kraters, mit dem See Lake Magadi, der innerhalb des Kraters liegt. Rechts unten Lake Manyara - einer der vielen Natronseen.

Der Ngorongoro Crater. Weltnaturerbe. Berühmt geworden auch durch Bernhard Grzimek, der zusammen mit seinem Sohn Michael, welcher bei einem Flugzeugunglück über der Serengeti starb, seine letzte Ruhestätte am Kraterrand gefunden hat. Der Krater selber hat eine Fläche von 17 x 21 km! 

 

 

 

 

Im Krater finden sich fast alle großen und kleinen Tiere. Flamingos im Lake Magadi, Elefanten, mit riesigen Stoßzähnen, Gnuherden, Zebras, Löwen, Gepharden, Hyänen, Strausse, Schakale, etc.....

 Die grüne Aussenseite des Kraters und mein täglicher Ausblick von der Terasse des Volontärhauses aus.

 Das Guesthouse für die Volontäre. Wunderschön im Grünen, auf dem Gelände der FAME Clinic. In der Mitte ein gemeinsames Wohnzimmer mit einer offene Küche. Links und rechts jeweils ein Gästezimmer mit eigenem Bad und zwei Betten. Ich hatte das Glück, mein Zimmer für mich alleine zu haben und mir das Guesthouse mit einem super netten Arzt, Dr. Chris, aus den USA teilen zu können. 

 

In Karatu kann man alles kaufen. Von Lebensmitteln über Töpfe, Küchengeräte, Handwerksgeräte, Koffer, Gummistiefeln - alles was man für das tägliche Leben so braucht. Nicht immer Original und so, wie wir es gewohnt sind, aber gebraucht gibt es letzlich alles. Ich habe in der Zeit in Karatu nie das Gefühl gehabt, mir würde wirklich etwas fehlen - ausser vielleicht Lakritz?

Kinder, die einen auf Schritt und tritt anlachen und begleiten. 

Direkt bei der Klinik eine traditionelle Lehmziegelei. Die Ziegel werden alle sorgsam geschichtet, gebrannt und später zu "Häusern" verbaut. Wenn man sich das Haus genau ansieht, so ist es eines der besseren Häuser, mit Fenster, Blumen, Grün um die Tür herum, sorgsam gepflegt und einem kleinen Gemüsegarten davor. 

Mit dem FAME-Mobil hat es vor 8 Jahren begonnen. Rechts der Tagesklinikempfang - noch ganz ruhig...

8.30 macht die Tagesklinik auf und schnell ist der Rezeptionsbereich belagert.

Ein großer Anteil der Patienten sind Massai. Sie sind nicht für Touristen so wunderschön angezogen, sondern dies ist Ihre Alltagskleidung, mit vielen Perlen, den blau-roten Decken/Tüchern und einem Hirtenstab - wenn sie unterwegs Ihre Herden hüten mit einem langen, wehrhaften Speer.

 Bildhübsch, selbst im Krankenhaus.... 

Der Preceedure Room in der Tagesklinik - für kleinere Operationen, Wundversorgung, U-Schall Untersuchungen, Impfungen etc.

Wenn sich in der Tagesklinik herausstellt, dass die Patienten so schwer krank sind, dass es besser wäre, Sie übernacht oder für ein paar Tage einzuweisen - geht der Weg direkt zur Bettenklinik rüber.

 8.00 Uhr: morgendliche Visite in der Bettenklinik.

Von links: Dr. Mshana, Dr. Frank (der Gründer von FAME), Dr. Isaac, Dr. Chris (auch ein Volontär), Dr. Gabriel und ich:)

Meine liebste Patientin, Renata. Ihr wurde mit Hilfe von Spenden eine Herzoperation in Deutschland bei Dr. Uli ermöglicht. Durch eine nachfolgende Infektion an der Herzklappe, mußte Renata noch einmal eine ganze Zeit lang in der Klinik bleiben. Mittlerweile, geht es Ihr wieder soweit gut, dass Sie von der Klinik aus zur Schule gehen kann und es reicht, wenn Sie Ihre Infusionen und Medikamente morgens und abends bekommt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Renata nach der Schule. Endlich raus aus der Klinik, wieder unter Kindern und lernen. Renata ist ein sehr intelligentes Mädchen und spricht neben Ihrer Muttersprache Iraqi (so heißt auch Ihr Stamm), die Nationalsprache Suaheli und schon richtig gut Englisch! Wir haben beide sprachlich viel voneinander gelernt:)

Ein Großteil der Patienten sind Kinder. In den entlegenen Gegenden ist es üblich, dass Kinder Ihren richtigen Namen erst mit 3 Jahren bekommen, da die Kindersterblichkeit sehr hoch ist. Vorher haben Sie einen Spitznamen, den viele von Ihnen nicht wieder loswerden:)

Kinder kommen sehr häufig mit Durchfallerkrankungen, Magen-Darm, Typhus, Lungenentzündung, Bronchitis, Hirnhautentzündung, Wunden, Würmern und vielen anderen auch bei uns üblichen Krankheiten. Die Kleinen sind leider oft Unterernährt und daher viel anfälliger für schwere Krankheitsverläufe.

Verkehrsunfälle sind häufig. Wie schnell muss man einem Kind, einer Kuh oder einem Hund ausweichen. Gerade Safarifahrer sind es gewohnt, in schwierigen Geländen zu fahren, aber nicht mit hoher Geschwindigkeit auf den wenigen asphaltierten Strassen.

 

 

In den ersten Wochen habe ich mit Dr. Chris - oben als gut geschminktes Verkehrsopfer:) - viele Notfalltrainings mit den Ärzten und Schwestern durchgeführt. Der Bettenklinikteil ist neu und die Ärzte und Schwestern sind noch nicht auf die neue Art von z.B. Erstversorung von Verletzten eingerichtet. A airways= Atemwege frei?, B breathing = Atmung vorhanden?, C contiousness = Bewußtsein? - internationale Standards sind dort bekannt, aber nicht eingeübt und nocht nicht verinnerlicht.

 

Die Ärzte und Schwestern versuchen Dr. Chris zu "retten" und liessen sich zu Beginn der Übungen noch von offensichtlichen, blutenden Verletzungen oder herausstehenden "Knochen" ablenken und übersahen leider die lebensbedrohlichen innerern Blutungen.

Bei meiner "Rettung" wurde zu Beginn fast immer die Halswirbelsäulenfixierung falsch angebracht, so dass ich im Zweifelsfall gelähmt gewesen wäre.... 

Ein Großteil meiner Arbeit in der Klinik waren Trainings für Ärzte und Schwester. Unterrichten der Schwestern in elementaren Dingen wie Blutdruckmessen - wobei die Durchführung bekannt ist, das Problem ist eher das Wissen, warum der Blutdruck gemessen werden sollte, was die unterschiedlichen Werte aussagen, was es bedeutet, wenn ein Patient eine Blutdruck von 60/30 hätte - er wäre nicht lebensfähig - und somit macht es keinen Sinn, wenn die Schwestern bei einem relativ gesunden Patienten so einen Wert in die Karteikarte eintragen. Das muss auffallen und muss überprüft werden!

Viel Organisatorischer Aufbau in der Klinik war ebenfalls nötig. Ein Kind wird z.B. mit Asthma nachts als Notfall eingeliefert und bekommt lebensrettendes Cortison. Am morgen geht es dem Kind deutlich besser, der Arzt sagt der Schwester, dass das Cortison durch Salbutamol - ein bronchialerweiterndes Mittel - ersetzt werden soll. Keiner der beiden trägt diese Information in die Karte ein. Nach vier Tagen fällt einem Arzt auf, dass eine Schwester dem Kind immer noch Cortison gibt........Die Entwicklung von Übergabeformularen, das Einrichten von richtiger Krankenakten Führung, Interpretation von Laborwerten etc.

Für die Ärzte gibt es jeden Donnerstag um 7.30 eine Vortragsrunde. Zweimal durfte ich Vorträge halten. Den ersten über Ohrakupunktur, welcher mit großem Interesse aufgenommen wurde und der zweite Vortrag über die Bedeutung der Magensalzsäure als natürliche Sperre zur Verhinderung von bakteriellen Magen-Darm-Infektionen, Würmern,  bei Eisenmangel, Diabetes und Vitamin B12 Mangel. Der Donnerstag steht fest auf dem Programm und es gibt von den freiwilligen Ärzten jede Menge wertvoller Informationen, so dass ich begonnen habe, für jeden der Ärzte eine Ordner anzulegen, wo die Vortragsinhalte nachzulesen sind.

In der Regel wird die Behandlung der Patienten ausschließlich von den sechs angestellte, tanzanischen Ärzten durchgeführt. Die freiwilligen Ärzte sind zur Weiterbildung, als Ratgeber und Aufbauhelfer da. Nach meinem Ohrakupunkturvortrag war ich ganz begeistert, dass ich eine ganze Reihe von Patienten selber behandeln durfte (mit Hilfe eines Übersetzers).

Einmal im Monat ist richtig großer Markt. Einen Kilometer ausserhalb der Stadt auf einer riesigen Freifläche. Hier gibt es alles. Von Obst, Gemüse, Tabak, getrockneten oder frischen Früchten und Fischen über Taue, Kleidung, Kofferradios, Tupperware, Schuhen - einfach alles.

 

 

Viele Tiere werden ebenfalls "zu Markte geführt". Kühe, Ziegen, Schafe..lebend, als Frischfleisch, gegrillt am Stock über offenem Feuer.. 

Und immer wieder interessante Gesichter, fröhliche, hilfsbereite Menschen, bunte Kleider, Farben, Gerüche, Gespräche, unterschiedlichste Stammessprachen - laut, bunt, ansteckend, fröhlich.

Diese ganzen Eindrücke werden noch lange in mir nachwirken:):)

 

Und zu guter Letzt: mein Highlight der kurzen Safari, die ich zu Neujahr gemacht habe. Ich habe im Vorbeifahren einen Leoparden entdeckt. Der Fahrer wollte mir zunächst nicht glauben, hat dann aber zurück gesetzt und wir standen drei Meter entfernt von dem Baum, auf dem der Leopard auf der Lauer lag und konnten seine Pirsch, erfolgreiche Jagd und das hochschleppen der Beute auf den Baum als einziges Auto vor Ort live miterleben. Was für ein besonderer Moment. Für Freunde in Afrika habe ich mein Video auf YouTube eingestellt:)


 

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